Eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt, die Old- und Youngtimerrallye vom Allgäu in den Orient startet am 28. April 2012 zum siebten Mal in Oberstaufen. Sie ist auch 2011 die Low Budget Rallye für Leute, die das kalkulierbare Abenteuer suchen. Sie ist eine zahlbare Alternative für gute Menschen, die ein wenig positiv verrückt sind und für starke Teams.
Die Allgäu-Orient-Rallye 2012 ist vorüber.
Wir wünschen uns, dass Eure Erwartungen nämlich Rallye, Motorsport, Völkerverstandigung, Spass, erfüllt wurden.
Wir wissen, dass die Rallye viel von jedem abverlangt und die Belastung manchmal bis an die Grenzen geht. Bei Euch und auch bei uns vom OK.
Da gab es auch Situationen und Reaktionen, die unter normalen Umständen nicht eintreten würden. Wenn da von unserer Seite mal was nicht gepasst hat, tut es mir leid.
Die Allgäu Orient Rallye ist ein gemeinnütziger Verein und kein Profiveranstalter. Alle machen die Sache ehrenamtlich. Und das - ohne Eigenlob - nicht schlecht.
Dazu braucht man gute Leute und die habe ich in den Oks in Deutschland der Türkei und in Jordanien.
Euch Sage ich allen Danke.
Nadir Serin ist noch in Baku und regelnd die Dinge mit den Autos. Danke an nadir und René vom türkischen ok. Mein besonderer Dank gilt an das wahre Zielland der Rallye an Jordanien. Sakher es Fayez und seine Leite habe es dank einer gigantischen logistischen Leistung geschafft, dass wir mit 3 Charterflugzeugen und 12 Bussen nun hier sein können und noch Eisenkeilen Eindruck von dem fantastischen Land Jordanien mitnehmen können. Danke Sakher el Fayez, danke Prinz Fayad, danke Jordanien.
Dieser Abschluss in Jordanien entschädigt dafür das das Finale in Baku nicht so geklappt hat wie vereinbart. Dieser schlechte Abschluss liegt nicht an den tollen Menschen in Aserbaidschan, sondern daran, dass dort das Wort und die schriftliche Vereinbarung eines Ministers nichts gilt. Schade, dass wir selbst erleben müssten, dass dort tatsachlich Korruption, Polizeiüberwachung und Show vor Freiheit und Ehrlichkeit steht.
Ausdrucklich will ich aber hervorstellen, dass wir eine grandiose Unterstützung durch den aserbaidschanischen Konsul Otto Häuser und seinen Mitarbeiter Jafar Sulameyov erhalten haben. Die beiden haben auch zugesichert, dass sie dafür sorgen werden, dass die Fahrzeuge sauber und korrekt verwertet werden und dass die eingespielten Geldern In voller Höhe Flüchtlingskindern aus Berg Karabach zur Verfügung gestellt werden.
Erstmals in der Rallyegeschichte hatten wir einen größeren Unfall mit Verletzten. Glücklicherweise sind die beiden auf dem Weg der Genesung. Wir wünschen ihnen gute Besserung.
So, doch nun zum absoluten Höhepunkt heute. Der Siegerehrung der Allgäu Orient Rallye 2012
Auswertung:
3. Platz: Team Nr. 8 - Motorsport Arena
Richard Hawlitschek
Dominik Hawlitschek
Christine Melzer
Richard Adelwarth
Christian Maucher
Tanja Ruf
Manuela März
Simone Speidel
2. Platz: Team Nr. 88 - The Transporters
Jonathan Brown
Wolf Kolb
Florestan Schindler
Kristof Thimm
Konrad Hintermair
Michael Keuper
1.Platz Team 106 Chitty Chitty Bang Bang
Patrick Kuhl
Katja Kühl
Stephan Kaspar
Ulrike Stockhausen
Sven Rausch
Alois Gerhartsreiter
Nachdem die politische Situation im Mittleren Osten nach wie vor unkalkulierbar ist, keine Fährlösung mehr in Frage kommt und somit unser Partnerland Jordanien nicht sicher zu lande zu erreichen ist, wird die Allgäu-Orient-Rallye 2012 nicht im fantastischen Land Jordanien enden. Wenn sich die politische Situation verbessert, wird die Allgäu-Orient-Rallye 2013 wieder nach Jordanien führen. Die Siegerehrung der Rallye wird aber -in shallah- in Jordanien sein. Duies ist eine Homage an das Land, das die Rallye von Anfang an unterstützte.
Der (erweiterte) Orient bietet uns aber eine spannende Alternative.
Ziel der Allgäu-Orient-Rallye 2012 wird in Azerbajian. Und zwar direkt am Kaspischen Meer in der Hauptstadt Baku.
Die Streckenführung läuft voraussichtlich wie folgt:
Die Allgäu-Orient-Rallye soll Spaß und Freude bringen. Sie dient neben dem Rallyesport vor allem der Volkerverständigung, zum Kontakt mit anderen Kulturen und am Schluss bleibt sogar noch was für einen guten Zweck. Die Allgäu-Orient beschert den Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt.
Wegen diesen Zielen hat die Allgäu-Orient-Rallye schon seit Jahren einen ganz besonderen Partner, der zwar kein Geld aber dafür einen guten Namen mit guten Verbindungen einbringt. Die Vereinten Nationen mit ihrem World Food Programme (WFP). Die Rallye unterstützt Projekte des World Food Programme in Jordanien. Das WFP ist die größte humanitäre Organisation der Welt. Der Hauptsitz ist in Rom. Unsere Amel el Fayez, Mitglied im jordanischen Rallye-Organisationskomitee ist seit 2010 Botschafterin des World Food Programme.
Ob 2012 auch neue Projekte des WFP unterstützt werden können ist noch nicht sicher. Vielleicht werden Hilfsprojekte in dem Zielland oder in Ländern, durch die die Rallye führt, gesucht. Wir werden bei der Hilfsprojektsuche sehr umsichtig sein und nach dem Moto handeln: „schenk dem Hungernden keinen Fisch, sondern zeige ihm, wie man angelt“.
Über 6 Jahre lang war die Allgäu-Orient-Rallye gern gesehener Partner des World Food Programme. Schließlich haben wir recht viel Geld und noch mehr Image in diese Hilfsorganisation eingebracht. Wegen den Unruhen in Syrien konnten jedoch 2011 die Gelder aus den Rallyewagen nicht an das World Food Programme fließen. In Absprache mit der türkischen Regierung floss das Geld (ca 250000 Euro) an die Organisation "türkischer Halbmond", welche das Geld für Erdbebenopfer und syrische Flüchtlinge eingesetzt hat. Weil die Rallyewagen auch 2012 nicht in Jordanien verwertet werden können, haben wir beim WFP Deutschland nach konkreten WFP Projekten in Georgien oder Aserbaidschan nachgefragt. WFP Deutschland konnte uns kein konkretes Projekt nennen und bestand darauf, dass die Gelder "in den Topf des WFP Deutschland auf das deutsche WFP-Konto" fließen. Da uns dies nicht gefällt und der Geldtransfers aus dem Land, in dem die Fahrzeuge verwertet werden, nach Deutschland kostenintensiv und auch nicht ganz einfach sein dürfte, haben wir dies abgelehnt. Weil es keine Annäherung gab wurde von der Allgäu-Orient-Rallye die Vereinbarung mit dem WFP zum Abschluss der Rallye 2012 aufgekündigt. Neue Partner stehen bereit. Nun ist wohl der deutsche WFP-Head aufgewacht und kurz vor Ostern erstmals richtig aktiv geworden. Nach 7 Jahren hat er festgestellt, dass die Rechte für die Nutzung des WFP-Logos auf unserer Homepage in der Nutzungsgenehmigung nicht explizit aufgeführt sind und hat nun das Headquarter in Rom eingeschaltet. Wir vom Organisationskomitee wollen keinen Stress kurz vor der Rallye 2012 und wollen unsere Kräfte für unsere Hauptaufgaben einsetzen. Außerdem glauben wir dem Deutschen WFP Head, dass er besser Rechtsanwälte hat, als wir. Aus diesem Grunde haben wir zunächst mal das Logo auf unserer Partnerseite durchgestrichen. Wenn unsere ehrenamtlich erstellte Homepage neu gestaltet wird, fliegt das WFP-Logo ganz raus und wird durch unseren neuen Partner ersetzt. Wir hoffen, dass der deutsche WFP-Head nun glücklich ist und er sich wieder seinen Hauptaufgaben widmen kann. Es ist schon verrückt, wie viel Energie hauptberufliche Mitarbeiter von einer großen Organisation auf "Nebenschauplätzen" einsetzen. Ist da "Futterneid" oder nur Unprofessionalität und Empfindlichkeit der Antrieb? Wilfried Gehr OK-Präsident Deutschland, Sakher Al Fayez, OK-Präsident Jordanien
Bei der bisherigen Auswahl der Partner bzw. Sponsoren sind wir sehr umsichtig vorgegangen, damit durch Sponsoreneinflüsse der Sinn der Rallye nicht kaputt geht. Wir sehen die Sponsoren als Partner, die akzeptieren, dass wir darauf achten, dass der Sponsoreneinfluss nicht so ist, dass wir vom Organisationskomitee das Sagen verlieren. Es wird darauf geachtet, dass nicht Fernsehsender den Ablauf der Rallye bestimmen. Dadurch kommt zwar weniger „Kohle“ rein, aber die Rallye behält ihren Charakter. So sind wir immer gut gefahren. Nur einmal wurden wir von dem Hamburger Autozulieferer Meyle im Stich gelassen. Hier sind unsere Sponsoren und Partner, auf die Verlass ist und die von uns ausdrücklich für gut und fair befunden und weiterempfohlen werden:
Dann gibt es noch Engagements von Firmen, die nicht zahlen aber viel Leisten:
Mount Nebo Association - Soziale Entwicklung und Hilfe in Jordanien
Locr Maps - individualisierbare Karten für den professionellen Druck
Heizung Sanitär Walter Hartmann - neue und saubere Energien, GWS
so geht's publishing + idee wilfried gehr - pr, text- und ideenwerkstatt
Noch ein wenig rechtliche Spielregeln, damit es nachher keine Missverständnisse gibt:
Für die Allgäu-Orient-Rallye gilt immer SPORTRECHT und nicht Reiserecht, weil es sich um eine reine Sportveranstaltung handelt. Verantwortlich für den Sportteil ist der Verein Allgäu-Orient-Rallye INTERNATIONAL e.V. mit Sitz in Oberstaufen. Bei Veranstaltungsorten im Ausland liegt die Verantwortlichkeit bei den jeweiligen Organisationskomitees der Rallye im Gastland. Wenn im Gastland Anschlussveranstaltungen angeboten werden sind die dortigen Veranstalter alleine zuständig. Wenn Mitarbeiter des Vereins Allgäu-Orient-Rallye e.V. Kontakte für Anschlussveranstaltungen (z.B. Rückflüge, Anschlussreisen) schaffen, erfolgt dies als Freundschaftsleistung unter Sportlern. Ausdrücklich treten weder der Verein noch seine Mitarbeiter in irgend einer Form als "Reisebüro oder Reisevermittler" auf. Wenn Gelder für Anschlussprogramme ggf über ein Sammelkonto in Deutschland laufen ist dies ein Freundschaftsdienst, nur um für die einzelnen Teilnehmer die hohen Auslandsüberweisungskosten bei Einzelzahlungen zu vermeiden.